Buchrezension: Positive Psychologie — Erfolgsgarant oder Schönmalerei?

Tom­off, Micha­el: Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie – Erfolgs­ga­rant oder Schön­ma­le­rie? Rei­he kri­tisch hin­ter­fragt, bro­schiert, 240 Sei­ten; Sprin­ger-Ver­lag, 2017, 19,99 €.

Der Autor, Dipl.-Psychologe Micha­el Tom­off, ist selbst Absol­vent der Coa­ching-Aus­bil­dung bei chan­ge con­cepts. Heu­te ist er ein gefrag­ter Trai­ner, Coach, Fach­buch­au­tor und Exper­te für Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie.

Im vor­lie­gen­den Buch führt er nun pra­xis­nah in die Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie ein und setzt sich (gleich zu Beginn) auch kri­tisch damit aus­ein­an­der.

Es beginnt mit einem kur­zen geschicht­li­chen Über­blick sowie einer Defi­ni­ti­on des Gegen­stands. Gleich danach setzt sich der Autor unter dem Mot­to „Wo es noch knirscht und hakt“ mit vie­len kri­ti­schen Argu­men­ten gegen die PP aus­ein­an­der. Es fol­gen sechs Kapi­tel, in denen er zu den The­men Lie­be, Unter­richt, Gesund­heit, Umgang mit Geld, Arbeit und Beruf sowie Inter­kul­tu­rel­les anhand kon­kre­ter Bei­spie­le, Tipps, Tools und Stu­di­en die Anwen­dung von PP in ver­schie­de­nen Berei­chen prak­tisch vor­stellt. Die­se Kapi­tel sind jeweils so gehal­ten, dass der Leser eine Fül­le an Anre­gun­gen dar­aus mit­neh­men kann. Schließ­lich wagt Tom­off noch einen Aus­blick in die Zukunft der PP.

Trotz der Bezug­nah­me auf eine Rei­he wis­sen­schaft­li­cher Stu­di­en und die zahl­rei­chen Hin­wei­se auf meist eng­lisch­spra­chi­ge wei­ter­füh­ren­de bzw. ver­tie­fen­de Lite­ra­tur ist das Buch sehr gut ver­ständ­lich und anre­gend geschrie­ben. Durch die vie­len umsetz­ba­ren Pra­xis­tipps und -bei­spie­le wird der Leser sehr von der Lek­tü­re pro­fi­tie­ren.

Die opti­sche Gestal­tung des Buches wirkt hin­ge­gen durch die weni­gen Abbil­dun­gen und die ansons­ten aus­schließ­li­che Ver­wen­dung von grau umrahm­ten oder hin­ter­leg­ten Käst­chen etwas kärg­lich.

chan­ge con­cepts-Fazit: Gut geschrie­be­ne, pra­xis­na­he und kri­ti­sche Ein­füh­rung in die posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie mit zahl­rei­chen gut ver­wert­ba­ren Bei­spie­len und Übun­gen.

Buchrezension: Die Anti-Stress-Ernährung

Eichin­ger, Uschi/Hoffmann, Kira: Die Anti-Stress-Ernäh­rung. Bro­schiert, 191 Sei­ten; sys­te­med-Ver­lag, 2016, 19,99 €.

Die­ser Band ergänzt das Buch „Der Burn­out-Irr­tum“ der bei­den Auto­rin­nen und ver­tieft hier spe­zi­ell das The­ma Ernäh­rung. Es zeigt auf, wie man durch eine gesun­de, „art­ge­rech­te“ Ernäh­rung den Kör­per mit wich­ti­gen Nähr­stof­fen ver­sor­gen, den (Stress-)Hormonhaushalt regu­lie­ren und den Darm schüt­zen kann.

Somit ist das Buch noch spe­zi­el­ler als das ande­re Werk der Auto­rin­nen und geht natür­lich weit über das Kom­pe­tenz­pro­fil des typi­schen Coachs hin­aus. Den­noch kann die Lek­tü­re für alle Coachs span­nend sein, die sich mit dem The­ma Burn­out beschäf­ti­gen und ermög­licht zumin­dest, Hin­wei­se zu geben, wel­che The­men dar­über hin­aus (mit ent­spre­chen­den Exper­ten) bear­bei­tet wer­den soll­ten.

Auch die­ses Buch ist gut ver­ständ­lich und les­bar geschrie­ben, ver­fügt über zahl­rei­che auf­lo­ckern­de Abbil­dun­gen sowie eini­ge ergän­zen­de Sta­tis­ti­ken, Tabel­len und Gra­fi­ken, sowie zahl­rei­che kon­kre­te und prak­ti­sche Tipps, eben­so wie über einen umfang­rei­chen Teil mit rund 40 Rezep­ten.

chan­ge con­cepts-Fazit: Fun­dier­tes, detail­lier­tes Buch, wel­ches Zusam­men­hän­ge erklärt und beim The­ma Burn­out den Blick über den Tel­ler­rand hin­aus­führt.

Buchrezension: Der Burnout-Irrtum

Eichin­ger, Uschi/Hoffmann, Kira: Der Burn­out-Irr­tum. Bro­schiert, 162 Sei­ten; sys­te­med-Ver­lag, 2016, 19,99 €.

Als Heil­prak­ti­ke­rin­nen und Burn­out-Exper­tin­nen ver­fü­gen die Auto­rin­nen über eine ganz­heit­li­che Sicht­wei­se auf das The­ma Burn­out, die dem herr­schen­den Modell von Burn­out als rein durch psy­cho­lo­gi­schen Stress beding­tes Pro­blem ent­ge­gen­ge­setzt ist. Dabei negie­ren Sie die psy­cho­lo­gi­schen Aspek­te von Burn­out kei­nes­wegs, wol­len die­se Sicht­wei­se jedoch ergänzt wis­sen um wei­te­re Aspek­te.

Hier­zu zäh­len u. a.

  • Zel­lu­lä­rer Stress
  • Chro­ni­sche Ent­zün­dun­gen
  • Mikro­nähr­stoff­man­gel
  • Ein gestör­ter Darm
  • Umwelt­gif­te
  • Licht­stress
  • Elek­tro­ma­gne­ti­scher Stress
  • Bewe­gungs­man­gel
  • Schlaf­man­gel

Das Spek­trum ist damit weit gespannt und geht sicher­lich weit über das hin­aus, was ein „nor­ma­ler“ Coach zu leis­ten bzw. abzu­de­cken ver­mag. Den­noch ist die Lek­tü­re erhel­lend und macht deut­lich, dass eine rein psy­cho­lo­gi­sche „Behand­lung“ von Burn­out-Zustän­den in Coa­ching oder The­ra­pie eigent­lich nicht ver­tret­bar ist und der Mensch als Gan­zes gese­hen wer­den muss.

Dabei beschrei­ben Sie in kom­pak­ter, aber den­noch les­ba­rer und gut ver­ständ­li­cher Form die zu Grun­de lie­gen­den natur­wis­sen­schaft­li­chen und medi­zi­ni­schen Zusam­men­hän­ge und illus­trie­ren die Fak­ten mit einer Rei­he von Gra­fi­ken, Tabel­len, Exper­ten-Inter­views, aber auch kur­zen Arti­keln mit Hin­ter­grund­wis­sen.

chan­ge-con­cepts-Fazit: Fun­dier­tes, detail­lier­tes Buch, wel­ches Zusam­men­hän­ge erklärt und beim The­ma Burn­out den Blick über den Tel­ler­rand hin­aus­führt.

Interviews mit Absolventen, Teil 14: Natascha Kliewer

Natascha Kliewer

Lie­be Nata­scha, nach dei­ner Coa­ching-Aus­bil­dung bei chan­ge con­cepts hast du dich als Coach selb­stän­dig gemacht. Wann war das genau und was bie­test du genau an? Wer ist dei­ne Ziel­grup­pe? Was macht dich als Coach aus?

Ich habe mich ziem­lich direkt nach der Aus­bil­dung zum Sys­te­mi­schen Coach an das The­ma Selbst­stän­dig­keit gewagt. Das war Ende 2017 und so ste­he ich noch ziem­lich am Anfang mei­ner Selbst­stän­dig­keit. Mei­ne Ziel­grup­pe sind Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten, die ihre Abschluss­ar­bei­ten vor sich haben. Dar­über hin­aus bie­te ich Unter­stüt­zung bei der Prü­fungs­vor­be­rei­tung, all­ge­mei­nen Kri­sen im Stu­di­um an und wid­me mich dem The­ma Stu­die­ren mit Kind. Aktu­ell bie­te ich das Coa­ching haupt­säch­lich im Raum Köln/Bonn an und arbei­te par­al­lel an einer Mög­lich­keit, die Semi­na­re auch als Online-Kur­se bun­des­weit anzu­bie­ten.

Wei­ter­le­sen

27. Coaching-Ausbildung: Nur noch Plätze auf der Warteliste

Für die 27. Aus­bil­dung Sys­te­mi­sches Coa­ching mit Start im Herbst 2018 gibt es nur noch Plät­ze auf der War­te­lis­te. Es ist jedoch nicht ganz unwahr­schein­lich, dass es noch Nach­rück­mög­lich­kei­ten geben wird. Die nächs­te regu­lä­re Aus­bil­dungs­grup­pe wird gera­de geplant und star­tet im Früh­jahr 2019.

Buchrezension: Positive Psychologie in Unternehmen

Tom­off, Micha­el: Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie in Unter­neh­men. Rei­he essen­ti­als, bro­schiert, 48 Sei­ten; Sprin­ger-Ver­lag, 2015, 9,99 €.

Micha­el Tom­off ist Dipl.-Psychologe, Trai­ner und Coach (als Absol­vent der chan­ge con­cepts Aka­de­mie) und bezeich­net sich selbst dar­über hin­aus als Welt­ver­bes­se­rer. Nahe­lie­gend daher, dass er sich mit der Posi­ti­ven Psy­cho­lo­gie beschäf­tigt. Jenem jun­gen Zweig der Psy­cho­lo­gie also, der es sich zum Ziel gesetzt hat, wis­sen­schaft­lich zu erfor­schen, was Men­schen glück­lich, gesund und erfolg­reich macht und dar­aus kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen ablei­tet, statt Pro­ble­me zu ana­ly­sie­ren und sich an deren Repa­ra­tur zu ver­su­chen. Nicht zu ver­wech­seln übri­gens mit plat­ten Model­len „posi­ti­ven Den­kens“, die durch die popu­lä­re Rat­ge­ber­welt geis­tern.

Das vor­lie­gen­de Büch­lein hat das Ziel eine kur­ze, prä­gnan­te und zugleich prak­tisch nutz­ba­re Ein­füh­rung in die­ses span­nen­de The­ma zu geben.

Nach einem kur­zen Über­blick über die His­to­rie und zen­tra­le Kon­zep­te der Posi­ti­ven Psy­cho­lo­gie fol­gen kon­kre­te und leicht nach­voll­zieh­ba­re Bei­spie­le für Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten in der Arbeit mit Orga­ni­sa­tio­nen, Teams und Ein­zel­nen (z.B. im Coa­ching), aber auch im Füh­rungs­all­tag. Die­se las­sen sich für Trai­ner, Bera­ter und Coachs leicht in der Pra­xis umset­zen.

Regel­mä­ßi­ge Quel­len­an­ga­ben sowie eine mehr­sei­ti­ge Lite­ra­tur­lis­te run­den das Büch­lein ab.

In der glei­chen Rei­he sind noch zwei wei­te­re „bau­glei­che“ Bänd­chen des­sel­ben Autors zu den The­men „Erzie­hung“ und „Lie­be und Part­ner­schaft“ erschie­nen.

chan­ge con­cepts-Fazit: Gut geschrie­be­ne, knap­pe Ein­füh­rung in das The­ma, wel­ches wich­ti­ge Grund­zü­ge auf­zeigt und zugleich kon­kre­te Anre­gun­gen und Übungen/Tools an die Hand gibt.

Interviews mit Absolventen, Teil 13: Annika Villmow

Lie­be Anni­ka, nach dei­ner Aus­bil­dung bei chan­ge con­cepts hast du dich als Coach selb­stän­dig gemacht. Wann war das genau und was bie­test du genau an? Wer ist dei­ne Ziel­grup­pe? Was macht dich als Coach aus?

Ich habe nach der Aus­bil­dung zunächst neben mei­ner Fest­an­stel­lung im Mar­ke­ting hin und wie­der als Coach gear­bei­tet. Aber es war zeit­lich sehr her­aus­for­dernd. Jetzt seit Mit­te Sep­tem­ber habe ich den Sprung in die „rich­ti­ge“ Exis­tenz­grün­dung gewagt. Mein Wunsch ist es dabei, Men­schen auf ihrem Weg zu mehr Gelas­sen­heit und psy­chi­scher Wider­stands­fä­hig­keit (Resi­li­enz) zu unter­stüt­zen.

Wei­ter­le­sen

Neue Facebook-Gruppe "change concepts Absolventen"

Seit heu­te gibt es die neue geschlos­se­ne Grup­pe "chan­ge con­cepts Absol­ven­ten". Die­se ist offen aus­schließ­lich für alle Teil­neh­mer/-innen, Absol­ven­ten/-innen und Trai­ner/-innen von chan­ge con­cepts. Sie soll dem Aus­tausch, der Ver­net­zung und Dis­kus­si­on die­nen und löst die bis­he­ri­ge XING-Grup­pe ab. Alle Face­book-Mit­glie­der, die zum genann­ten Per­so­nen­kreis gehö­ren, sind ganz herz­lich ein­ge­la­den, der Grup­pe bei­zu­tre­ten!