25. Coaching-Ausbildung vollständig ausgebucht

Die Herbst-Ausbildung Systemisches Coaching von change concepts ist seit Juni komplett ausgebucht.

Der nächste Ausbildungsgang wird im Frühjahr 2018 (April) starten. Aufgrund der erfahrungsgemäß starken Nachfrage empfehlen wir allen Interessierten, zeitnah Kontakt mit uns aufzunehmen und ggf. einen Platz zu reservieren. Die Informationsbroschüre zum Ausbildungsgang ist bereits hier zum Download verfügbar.

Buchrezension: Systemisches Karrierecoaching

Balz, Hans Jürgen/Plöger, Peter: Systemisches Karrierecoaching – Berufsbiografien neu geacht. Kartoniert, 312 Seiten; Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 30,- €

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer bereits Systemischer Coach oder Berater ist, und sich von diesem Buch einen Zugang zum Thema Karriereberatung erhofft, wird eher enttäuscht werden. In diesem Fall ist man sicherlich mit anderen Büchern besser bedient.

Der Fokus diese Buches liegt dagegen eher darauf, eine systemische Sicht auf das Thema Berufslaufbahn und Karriere einzunehmen. Aufgebaut als Sammelwerk von eigenständigen Aufsätzen der beiden Autoren, ergänzt mit einem Gastbeitrag von Kirsten Dierolf, behandelt es zunächst verschiedene Aspekte von Gesellschaft, Arbeit, Beruf und Karriere bevor es unterschiedliche theoretische Zugänge zu den sich daraus ergebenden Fragestellungen erörtert. Im weiteren Verlauf werden dann systemische Grundlagen und Methoden vorgestellt und auf das Thema Karrierecoaching angewandt und auf Besonderheiten im Coaching von Führungskräften eingegangen. Abschließend werfen die Autoren noch ein paar offene Fragen auf, bevor ein umfangreicher Anhang mit Methodensammlung (auch im Internet zum Download verfügbar) sowie einem ebenso ausführlichen Literaturverzeichnis das Buch abrundet.

Das Fehlen einer vertieften Einführung in das Thema Karriereberatung an sich mag dem Anspruch des Buches geschuldet sein, er verkleinert jedoch die Zielgruppe. Ob dies sinnvoll ist, ist sicherlich Ansichtssache.

Das Buch ist jedoch streckenweise recht akademisch-theoretisch geschrieben und die durchaus vorhandenen Methodenhinweise und Praxisbeispiele sowie die wenigen Abbildungen vermögen dieser gefühlten Theorielastigkeit kaum etwas entgegen zu setzen. Insofern hätte dem Buch aus Gründen des größeren Lesevergnügens ein etwas praxisnäherer Ansatz sowie vor allem eine ansprechendere, strukturiertere und visuellere Gestaltung ganz sicher nicht geschadet.

change concepts-Fazit: Für Karriere-Coachs, die systemisch auf ihr Thema gucken möchten, eine sinnvolle, wenn auch nicht ganz leicht verdauliche Bereicherung. Für systemische Coachs, die Karriere-Coaching neu in ihr Portfolio aufnehmen wollen, eher weniger geeignet.

Buchrezension: IntrovisionCoaching

Dehner, Renate und Ulrich: IntrovisionCoaching – Ein effektiver Ansatz für Business- und Life-Coaching mit Tiefgang. Broschiert, 232 Seiten, Verlag managerSeminare, 2016, 49,90 €

Achtsamkeit boomt derzeit in vielen Bereichen des Lebens. Kein Wunder, dass auch viele Coachs und Psychotherapeuten sich mit diesem Ansatz beschäftigen. Mit seinem neuen Buch „IntrovisionCoaching“ legt das Ehepaar Dehner ein Konzept vor, wie eine auf Achtsamkeit basierende Methode im Coaching (und in der Psychotherapie) genutzt werden kann, um Stress, Blockaden und ungewollte, einschränkende Verhaltensmuster schnell und effektiv aufzulösen.

Die an der Universität Hamburg entwickelte Methode wird im Buch en Detail beschrieben, dabei ist der Aufbau des Buches etwas gewöhnungsbedürftig: So diskutieren die Autoren zunächst die Vorteile der Methode, zeigen anhand von Fallbeispielen das Vorgehen auf und erklären die Wirkungsweise. Ein umfangreicher Exkurs zur Transaktionsanalyse auf über 60 Seiten ist mit dem (großen) Format des Buches und der methodischen Herkunft der Autoren erklärbar, wäre aber für die Anwendbarkeit der Methode vielleicht nicht unbedingt notwendig gewesen. Erst im vierten Teil des Buches schließlich wird das – im Prinzip relativ simple – Vorgehen in der Praxis beschrieben, und auch auf mögliche Schwierigkeiten und zu beachtende Punkte in der Anwendung hingewiesen. Sei´s drum: die Qualität für den Leser und Anwender leidet weder unter dem Aufbau, noch unter der Vollständigkeit dieses Standardwerkes. Ein kleiner Anhang, u.a. mit einem Link zum Download einer Übungsanleitung ergänzt das Buch.

Wie alle Bücher aus dem Verlag managerSeminare ist auch dieses Werk sehr wertig und ansprechend aufgemacht, gut strukturiert und sehr gut lesbar.

change concepts-Fazit: Ein sehr umfangreiches, kompetent und lesefreundlich gemachtes Buch zu einer spannenden und vielversprechenden kleinen neuen Methode

Buchrezension: Internes Coaching

Dollinger, Anja/Limpächer, Peter (Hrsg.): Internes Coaching – Praxisberichte, Prozesse, Methoden. Gebunden, 448 Seiten; BELTZ-Verlag, 2015, 39,95 €

Unternehmensinternes Coaching boomt derzeit, aber spezielle Literatur zum Thema gab es bisher noch gar nicht: Diese Lücke zu schließen sind die beiden Herausgeber angetreten, die selbst seit Jahren als Coachs und Coach-Ausbilder tätig sind.

Herausgekommen ist ein umfassendes und fundiertes Buch, welches in knapp 30 für sich abgeschlossenen Aufsätzen von verschiedenen Autoren unterschiedliche Aspekte von unternehmensinternem Coaching beleuchten.

Los geht es im ersten Teil mit mehreren Texten, welche die aktuelle Situation auf dem „internen Coaching-Markt“ analysieren und erörtern.

In den Folgeteilen werfen dann weitere Autoren Schlaglichter auf einzelne Fragestellungen oder Themen. Mal geschieht dies in Form eines theoretischen Aufsatzes, mal eines Interviews oder eines Berichtes aus einem Praxisprojekt. Immer werden die Kapitel mit einer Literaturliste abgerundet, oft mit Grafiken, Tabellen, Beispielen, Sitzungsprotokollen, Übungen oder Reflexionsfragen ergänzt.

So entsteht ein buntes, durch die Abwechslung gut lesbares und dennoch umfassendes und sehr fundiertes Werk. Dass ein Sammelwerk verschiedener Autoren, die mal den Schwerpunkt auf die Theorie, meist aber auf die Praxis richten, weder lückenlos noch aus einem Guss sein kann, versteht sich von selbst. Dennoch ist es den Herausgebern gelungen, ein Buch vorzulegen, welches sowohl sehr breit als auch in der gebotenen fachlichen Tiefe das Thema „Internes Coaching“ darstellt und somit Entscheidungsträgern in Unternehmen, Personalentwicklern und internen, aber durchaus auch externen Coachs ein umfassendes Nachschlagewerk mit zahlreichen Anregungen und Hintergrundinformationen liefert.

change concepts-Fazit: Ein sehr umfangreiches, fundiertes Kompendium des unternehmensinternen Coachings, welches das Zeug zum Standardwerk für jeden Personalentwickler und internen Coach hat und einen Fundus an Anregungen und Ideen liefert.

Jubiläumsausbildung fast ausgebucht – nur noch wenige freie Plätze!

Unsere Jubiläumsausbildung „Systemisches Coaching“, der 25. Durchgang, ist fast ausgebucht. Wer noch einen der wenigen freien Rest-Plätze ergattern will, wird gebeten, sich zeitnah im Büro von change concepts zu melden. Nähere Informationen gibt es ebenfalls im Büro oder hier:http://change-concepts.de/wp-content/uploads/COACH-25.pdf

Buchrezension: Achtsamkeit in der Natur

Huppertz, Michael und Schatanek, Verena: Achtsamkeit in der Natur – 84 naturbezogene Achtsamkeitsübungen und theoretische Grundlagen. Broschiert, 320 Seiten; Junfermann-Verlag, 2015, 25,- €

Das Buch des Ärztlichen Psychotherapeuten Huppertz und der Naturpädagogin Schatanek versteht sich als umfassendes Lehr- oder Handbuch zum Thema und richtet sich v.a. an Gruppenleiter und Coachs.

Es beginnt nach einer thematischen Einleitung mit einem Kapitel „Grundlagen“, in dem das Konzept der Achtsamkeit erläutert wird, achtsame Naturzugänge erörtert werden und Empfehlungen für die Achtsamkeitspraxis in der Natur gegeben werden.

Es folgt ein Kapitel mit 84 konkreten Übungen, die detailliert und strukturiert beschrieben werden inklusive Material- und Zeitbedarf, Dauer, Methodik und Eignung für bestimmte Altersgruppen.

Das dritte Kapitel schließlich befasst sich in mehreren als Einzelaufsätze je eines der Autoren verfassten Teilen mit Aspekten wie Naturpädagogik, der Bedeutung von Achtsamkeit in der Natur für Gesundheit und Wohlbefinden, Naturethik und schließlich Spiritualität.

Ergänzt wird das Buch durch ein Übungs-, sowie ein umfassendes Literaturverzeichnis.

Positiv am Buch hervorzuheben ist aus unserer Sicht die umfassende und fundierte Darstellung sowie die Vielzahl und Umsetzungsorientierte Darstellung der vorgestellten Übungen. Wer Anregungen für ein Achtsamkeitstraining in und mit der Natur sucht, wird ganz sicher mit Ideen fündig werden.

Die Fülle der theoretischen Querbezüge zu anderen Themen der Naturpädagogik und Spiritualität mag jedoch eher verwirrend sein, wenn man tatsächlich eher das Thema Achtsamkeit im klassischen Verständnis (nur eben bezogen auf die Natur) erwartet. Auch kann irritieren, dass manche der vorgestellten Übungen eher in die Rubrik „Basteln mit Naturmaterialien“ gehören oder auf andere Art eher die Natur beeinflussen und benutzen, statt sie einfach nur absichtslos wahrzunehmen.

change concepts-Fazit: Wer sich mit Achtsamkeit in der Natur auseinandersetzen will wird im Buch auf jeden Fall viele Informationen und Anregungen finden. Teilweise scheinen die Inhalte jedoch eher einer allgemeinen Natur- bzw. Erlebnispädagogik als einer klassischen Achtsamkeitspraxis entlehnt zu sein.

Seminar EMDR für Coachs verschoben

Das Seminar „EMDR für Coachs“ mit Andreas Zimmermann ist aus organisatorischen Gründen verschoben auf März 2018. Weitere Infos gibt es im Büro von change concepts oder hier:http://change-concepts.de/wp-content/uploads/EMDR-für-Coachs-change-concepts.pdf

Interviews mit Absolventen, Teil 10: Simone Profitlich

Liebe Simone, nach deiner Coach-Ausbildung bei change concepts hast du dich selbständig gemacht. Wann war das genau und was bietest du genau an? Wer ist deine Zielgruppe? Was macht dich als Coach aus?

Dank deiner Ausbildung, die ich sehr genossen habe und bis heute gerne daran zurückdenke, habe ich mich 2010 als Unternehmensberaterin in Österreich selbständig gemacht. Mein Arbeitsort ist hauptsächlich in der Umgebung von Wien und im Rhein-Main-Gebiet. Als Basis gedient haben mir meine jahrelange Industrie-Erfahrung in der Medizinprodukte- und Pharmabranche, kombiniert mit der Ausbildung zum Coach und ebenso einer Zertifizierung zum Fachtrainer Wirtschafts- und Sozialkompetenz. Schon bei der Gründung meines Unternehmens profitlich training coaching concepts stand fest, dass dies auf drei Säulen stehen sollte: Coaching, Workshop-Moderationen und bei Bedarf Marketingunterstützung aufgrund meiner vorherigen Laufbahn.

Meine Zielgruppe sind vor allem Unternehmen in recht regulierten Bereichen (Pharma und Medizinprodukte, Gase-Hersteller, Finanzunternehmen, Lebensmittel). Hier sind es dann vorwiegend die Führungskräfte, mit denen ich sehr viel arbeite. Eine Herzensgruppe sind für mich die ganz „jungen“ Führungskräfte, die am Beginn oder sogar noch direkt vor ihrer Führungslaufbahn stehen. Diese im Sinne einer ressourcenvollen Arbeit bei dem Spagat „Vom Experten zur Führungskraft“ begleiten zu können und sie dabei zu unterstützen ihre Mitarbeiter kraftvoll zu führen, ist für mich eine echte Freude. Dabei bezieht sich „kraftvoll“ auf „eigene Kräfte erhalten“ und „Mitarbeiter bei Kräften zu halten“ in der heute so schnelllebigen, informations-intensiven und leistungsorientierten Arbeitswelt. Ein Stück Gesundheit in Unternehmen, ihrer Kultur und Zusammenarbeit zurückzugeben, finde ich lohnenswert. Mein eigener Slogan, der nur für mich selbst ausgesprochen war bei meiner Gründung lautet: „Gesund mit meinen Kunden voller Freude zusammenzuarbeiten“. So halte ich das bis heute.

Dazu gehört vor allem für mich immer die Berücksichtigung des Kontextes meiner Klienten und ihren Anliegen. Nur wenn etwas sinnvoll erscheint, kann es die notwendigen Umsetzungskräfte frei geben.

Was mich sonst noch als Coach ausmacht ist sicher meine Vorliebe für die „Macht der Sprache“, Achtsamkeit im Umgang mit mir und meinen Klienten, ich schätze den Einsatz von Wertschätzung, versehe Prozesse gerne mit Klarheit und Struktur und kann doch Flexibiltät darin ermöglichen. Zudem glaube ich, dass ich eine gewisse Gelassenheit und Zuversicht ausstrahle. Mein unerschütterlicher Glaube, dass meine Klienten alles besitzen, was sie für ihre Lösungen brauchen und wie eine Hebamme ihnen dabei zu helfen, es ans Tageslicht zu holen. Mit einem Schuss Humor, wenn meine Klienten ihn gerade gut gebrauchen können.

Wie lief das so mit der Existenzgründung? Was hat dir geholfen und welchen Herausforderungen hast du gegenüber gestanden?

In Österreich ist die Zulassung als Coach über zwei Wege reguliert. Es ist also kein freies Gewerbe wie in Deutschland:

a) Als diplomierter Lebens- und Sozialberater: Nach einer ca. 2,5 Jahre langen Ausbildung zum diplomierten Lebens- und Sozialberater ist man danach berechtigt, Privatpersonen in ihren persönlichen Lebensthemen zu coachen. Um der hohen Verantwortung dieser Arbeit zu entsprechen und den Ratsuchenden Schutz und Orientierungshilfe am “Psychologischen Markt” zu geben, wurde vom Gesetzgeber Lebens- und Sozialberatung im Jahr 1989 vom früher “freien” Gewerbe (d.h. keinerlei Befähigungsnachweis notwendig) in mehreren Schritten in ein “reglementiertes” Gewerbe umgewandelt.

b) Als Unternehmensberater: Hier muss man die Fähigkeit nachweisen ein Unternehmen zu führen. Dies geschieht entweder über die entsprechende Ausbildung als Unternehmensberater oder über einen individuellen Befähigungsnachweis über die bereits vorhandenen praktischen Erfahrung einer Unternehmensleitung. Mit dem Gewerbeschein als Unternehmensberater darf ich Personenkreise betrieblicher Umgebung coachen und beraten. Ich gehöre als Unternehmensberaterin der Wirtschaftskammer in Österreich an – dem Fachkreis Unternehmensberatung und Informationstechnologie.

Damit war der Weg in meinem Fall vorbestimmt – der individuelle Befähigungsnachweis über sämtliche erworbenen Qualifikationen und Erfahrungen (belegt über Arbeitszeugnisse) waren notwendig für den Gewerbeschein, um als Coach zu arbeiten. Dies ist verbunden mit der Vorlage bei der entsprechenden Behörde. Nach Erhalt des Gewerbeschein des reglementierten Gewerbes als Unternehmensberater konnte es losgehen.

Das klingt ja, verglichen mit unserer deutschen Rechtslage, dann doch etwas komplizierter und bürokratischer. Kannst du denn heute von deiner Arbeit im Coaching leben? Zu wie viel Prozent etwa?

Das war ja in dem Sinne kein Ziel! ;-) Von daher schwankt es zwischen 30%-50%.

Alles zusammen genommen – würdest du den Schritt der Existenzgründung wieder tun?

AUF JEDEN FALL! Es ist ausgesprochen belohnend. Und der Lohn kommt dabei in so vielen Varianten daher – mehr als nur finanzieller Natur!

Zum Abschluss: Welchen Tipp kannst du anderen Menschen geben, die über eine Selbständigkeit als Coach nachdenken?

Sich ausreichend Gedanken zu machen, zu wem man zu Beginn anschlussfähig erscheint, welche Themen zu mir als Coach passen, worin ich vielleicht auch mal als Sparring Partner fungieren kann. Dies hat sich in all den Jahren gezeigt, dass es oft gefragt wird. Dabei geht es wirklich um das Nutzen der Fachexpertise, Einschätzung von Situationen und nicht um meine persönlichen Meinungen.

Als ehemalige Marketeer kann ich auch empfehlen, sich wirklich die Zeit für einen Businessplan zu nehmen. Je klarer ich selbst eine Vorstellung habe, wo ich hin möchte, umso besser kann ich mich positionieren.

Zu guter Letzt: Resilienz aufbauen! Es ist nicht immer einfach, es gibt auch mal saure Gurken-Zeiten und da hilft es, den Spaß an Geduld zu entwickeln, immer alles dafür tun, dass die Kunden gerne zu einem kommen, weil sie einen Nutzen entdecken.

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